Über mich

Meine Lebendigkeit spüre ich zum Beispiel in der Natur. In Bewegung. In Stille. Manchmal finde ich ein Stück Holz, in dem ich eine noch verborgene Figur sehe. So auch in der Astgabel, die lange Jahre als Herz in meinem Praxisraum stand. Es sollte kein «perfektes» Herz werden, sondern eines, das so ist wie es sein kann. Denn wenn es «perfekt» hätte sein müssen, hätte es viel von seiner Grösse, von seinen Lebensspuren, von seiner ganz eigenen Form eingebüsst.

Ich habe das mit meiner Arbeit verglichen: Die Sehnsucht, seinem Kern näher zu kommen, die oft nur in Ansätzen gelebte «Figur» herauszuschälen, hat die Klientinnen und Klienten zu mir geführt und ich durfte den Raum schaffen, wo es möglich war, Schritt für Schritt näher zu sich selber vorzudringen – selbstverständlich ohne dass ich den Stechbeutel benutzte – sondern indem ich das aufnahm und begleitete was war.

Mein Weg

Ich war während 18 Jahren in meiner eigenen Praxis als traumatherapeutische Prozessbegleiterin, Sexualtherapeutin und Masseurin tätig.

Mein beruflicher Weg hat mich unter anderem von der Spitex über die Theaterbühne bis zum Journalismus geführt. Und wenn es mir als Mutter von zwei, heute erwachsenen, Töchtern irgendwie möglich war, besuchte ich Weiterbildungen im Bereich Persönlichkeitsbildung, Körperarbeit, Psychologie oder Kommunikation, meist verbunden mit viel Selbsterfahrung.

In all den Jahren habe ich mich beruflich und privat auch immer wieder intensiv mit Themen der Sexualität auseinandergesetzt. So war es für mich sofort klar, dass ich eine zweijährige berufsbegleitende Ausbildung zur Sexualpädagogin absolviere, als mir eine entsprechende Ausschreibung auf’s Redaktionspult flatterte. Gleichzeitig ergänzte ich die Sexualpädagogik durch tantrische Ausbildungen. Und als dann Pro Infirmis das Projekt Berührerin lancierte, war ich zu tiefst davon angesprochen, denn es zielte in die Richtung, wie ich meine damalige Sexualberatungspraxis für Frauen, durch Berührung erweitern und auch für Männer öffnen wollte.

Nebst steter Weiterbildung, wie Sexualberatung und -therapie (IBP), therapeutische Genitalmassage oder Aus- und Weiterbildungen zu Trauma-Heil-Arbeit (Bodywork & Somatic Experience), sowie während 6 Jahren traumatherapeutische Prozessbegleitung, (IBP) habe ich mich auch zur diplomierten klassischen Masseurin ausbilden lassen (Gesundheitsfachschule Oexle) 

Und jetzt, Ende 2019, ist es Zeit für eine Zäsur, oder vielleicht auch wieder einmal an der Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen. Ich weiss es nicht genau. Aber diese Zeit möchte ich mir nehmen. So habe ich mich entschlossen, nach 18 Jahren meine Praxis «beraten und berühren» aufzugeben, und zu schauen, was sich an Neuem oder auch Altem zeigen wird. Und darauf freue ich mich!